Sonntag, 4. Oktober 2015

Brisbane und Byron Bay

Als wir in Brisbane mit dem Bus ankamen, suchten wir unser Hostel, checkten ein und bezogen nach kleinen Missverständnissen unser Zimmer. Danach machten wir uns zu viert (wir hatten Anastasija, unsere Zeltpartnerin von der Fraser Island Tour, wieder getroffen :-)) auf den Weg um die Stadt zu erkunden. Wir liefen den ganzen Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein am Flussufer entlang, an der Lagune vorbei und durch den botanischen Garten.
Vorher hatten wir von diversen Leuten, die wir trafen, sehr viel negatives über Brisbane gehört, dass man dort garnicht unbedingt hingehen sollte und die Stadt sehr hässlich sei, aber uns gefiel die Stadt sehr gut. Es war eine große Stadt, die mit zahlreichen Geschäften, Restaurants und Hochhäusern auch alles von einer Großstadt hatte, aber trotzdem konnte man alles gut zu Fuß erreichen, es gab viele Grünflächen, den Fluss quer durch die ganze Stadt und eine sehr angenehme Atmosphäre :-)

Leider muss ich zugeben, dass ich den ganzen Tag eifrig tolle Fotos geschossen hab, während meine Speicherkarte noch im Laptop war... :-D daher sind die Bilder fast alle von Toms und Max' Handy! Danke nochmal dafür :-D


Abends gingen wir nach dem Essen auf die Dachterrasse unseres Hostels, wo eigentlich ein Open Air Kino stattfinden sollte. Aus unbekannten Gründen fiel es aus und wir chillten einfach auf der Dachterrasse und gingen dann noch in der Bar neben dem Hostel etwas trinken. 


Als wir die Bar gerade verlassen wollten, ging der Feueralarm los und wir mussten warten, bis wir in unser Zimmer gehen konnten, da das ganze Gebäude betroffen war. Zum Glück war es nur irgendein Fehlalarm und wir konnten bald ins Bett gehen :-D 

Am nächsten Tag zogen wir nach einem späten Frühstück los und wollten eigentlich mit den kostenlosen Fähren, die einen auf dem Fluss zu unterschiedlichen Stellen brachten, ein bisschen mehr von Brisbane sehen. Während wir an der Fährhaltestelle warteten, zogen allerdings dunkle Wolken auf, es begann zu gewittern und stark zu regnen, so dass die kompletten Pläne ins Wasser fielen. Das war sehr schade, da es Max' letzter Tag in Australien war, aber stattdessen zogen wir durch sämtliche Souvenirgeschäfte der Stadt, bis seine ganze Familie versorgt war :-) 

 

Nach dem Abendessen trafen wir uns in Anastasijas Zimmer (sie hatte ein 6-Bett-Zimmer für sich alleine :-D) und leerten als Abschluss ihren Goon bei vielen interessanten und lustigen Gesprächen!


Am Mittwochmorgen verabschiedeten wir uns für die nächsten Monate von Max, der an den Flughafen fuhr, während wir uns auf den Weg nach Byron Bay machten. Dort hatten wir eigentlich vor, ein paar Tage zu bleiben, allerdings fanden wir für das Wochenende kein freies Hostelzimmer in der ganzen Stadt mehr, da die Ferien in Australien mit einem langen Wochenende endeten, dass allem Anschein nach jeder nochmal am Strand verbringen wollte...also konnten wir leider nur zwei Nächte dort buchen!
Wir kamen schon vormittags in Byron Bay an und gingen gleich einkaufen - im ersten Aldi, den wir in Australien entdeckt hatten! :-) 
Danach machten wir uns auf den Weg zum Strand, wo leider auch recht viel los war.


Abends kochten wir und liefen noch ein bisschen durch die Stadt. In Byron Bay herrscht eine tolle Atmosphäre, überall spielten Straßenmusiker unterschiedlichste Musik, Künstler stellten ihre Bilder aus, abends gab es eine kleine "Feuershow" am Strand :-)


Auch den nächsten Tag genossen wir bei bestem Wetter am schönen Sandstrand. Außerdem mussten wir uns darum kümmern, wo wir die nächsten Tage verbringen wollten. In Byron Bay gab es leider definitiv keine Möglichkeit länger zu bleiben außer in Motels für 200 $ pro Nacht und nach Sydney wollten wir noch nicht gehen, deshalb schauten wir uns auf dem Busfahrplan von Greyhound an, wo man noch hingehen könnte und entschieden uns für Port Macquarie, wofür wir den Bus und ein Hostel buchten. Dorthin ging dann auch am Freitag unser Bus und davon folgen bald ein paar schöne Bilder :-)

Montag, 28. September 2015

Hervey Bay, Fraser Island und Noosa

Leider kommen momentan nur sehr unregelmäßig Aktualisierungen von unserem Blog und das
tut uns sehr leid. In Australien ist es mit dem Internet so viel schwieriger als in Indonesien, was wir vorher nie gedacht hätten. Das WLAN war über lange Zeit so schlecht, dass wir kein einziges Bild hochladen konnten.

Von Airlie Beach aus haben wir den 13-stündigen Nachtbus nach Hervey Bay genommen.
Wir konnten zum Glück wieder einigermaßen gut schlafen :-) Dort angekommen gingen wir in unser Hostel, was wir im Paket mit der Fraser Island Tour eine Nacht vor und eine Nacht nach der Tour dazu bekommen hatten. Nach einigen Stunden Warten konnten wir dann in unser Zimmer und nahmen erstmal die lange ersehnte Dusche mit Shampoo und Duschgel :-D danach erkundigten wir zu Fuß ein bisschen die Stadt und hatten nachmittags ein Meeting mit der Fraser Island Gruppe,
wo wir ein paar Infos bekamen und gleich Kochgruppen gründeten, die gemeinsam einkaufen gingen. Abends machten wir nicht mehr viel, da wir einfach müde von den letzten Tagen waren und am nächsten Morgen bis um 6 Uhr auschecken mussten.
Morgens sahen wir uns mit der ganzen Gruppe noch Videos zur Sicherheit bezüglich des Fahrens mit den Jeeps und den Dingos auf Fraser Island an, bevor sich die 27 Mitglieder unserer Gruppe auf 4 Jeeps verteilten und diese mit Essen, Alkohol und unseren Rucksäcken beluden. Wir hatten eine super Gruppe in unserem Auto erwischt mit zwei Engländern, einer Irin, einem Schweden und einem Schweizer :-)


Wir machten uns alle auf den Weg zur Autofähre, mit der wir in circa 45 Minuten nach Fraser Island übersetzen. Dort wurde die Fahrt dann schnell spannender, als wir uns mit dem großen Jeep durch kleine schlaglochübersähte Sandwege in das Inselinnere schlugen. Unser erster Stopp auf der mit 1840 m² größen Sandinsel der Welt war Lake Birrabeen, wo wir alle ein erfrischendes Bad in glasklarem Wasser nahmen und uns am Strand sonnten, bevor es nach ungefähr einer Stunde weiter ging.


Der nächste Halt war am Strand, von wo aus wir circa 30 Minuten durch den Wald und über
riesige Sanddünen liefen, bevor wir Lake Wabby erreichten. In dem grünen Wasser befinden sich die aus Beautycentern bekannten "Pediküre-Fische", die tote Hautzellen abknabbern und der See liegt sehr schön zwischen den Dünen und Bäumen. Dort hatten wir etwas länger Zeit, die wir alle sehr genossen, bevor wir uns wieder zurück über die Sanddünen kämpften.


Danach fuhren wir am Strand entlang zu unserem Camp, wo wir uns in den Viererzelten einrichten konnten und danach in unseren Gruppen kochten und grillten. Vielen Dank nochmal an unsere tolle Zeltpartnerin Anastasia, mit der wir sehr viel Spaß hatten :-D Später saßen wir alle am Lagerfeuer zusammen, einer der Ranger der Insel besuchte uns, da er unseren Guide kannte, und sang zu Gitarrenklängen am Feuer Lieder. Bei einigen Teammitgliedern floss auch schon der Goon, der Billigwein Australiens, in Strömen ;)


Nach einer eiskalten Zeltnacht und daher wenig Schlaf startete unser zweiter Tag auf
Fraser mit einem gemeinsamen Frühstück und danach mit einer Fahrt am Strand entlang, bei der wir
einige Wale im Wasser entdeckten, zu den Champagne Pools, die je nach Wetterlage wie Jacuzzis gebildet im Vulkanstein blubbern.


Auch dort konnten wir wieder ungefähr eine Stunde in der Sonne liegen und baden, bevor die Fahrt weiter ging zum Aussichtspunkt Indian Head, dem östlichsten Punkt der Insel. Dort kann man an guten Tagen wahnsinnig viele Haie, Wale und Delfine sehen, wir sahen leider außer Rochen und einer Schildkröte nix :-D


Unser nächster Fotostopp war das Maheno Shipwreck. Das Schiff sank im Jahr 1935 und liegt seitdem am Strand Fraser Islands und wird bei Flut von den Wellen umspült, weshalb es langsam immer weniger wird.


Danach ging es zum Eli Creek, einem Fluß, in dem man sich vorbei an einer schönen Landschaft bis hinunter ans Meer treiben lassen kann oder durch den niedrigen Wasserstand auch hindurchlaufen kann.


Den Rest des Nachmittags und den Abend verbrachten wir wieder in unserem Camp, grillten, tranken Goon und hatten eine tolle Zeit mit unserer Gruppe :-) da es im Zelt in der zweiten Nacht wärmer war, war auch das wesentlich angenehmer!
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück räumten wir unser Camp auf und fuhren dann zum Lake McKenzie, wo wir am Strand liegen und im glasklaren Wasser baden konnten. Es war dort einfach wunderschön, auch wenn momentan wegen der Schulferien leider überall sehr viel los ist.


Danach hatten wir noch ein bisschen Zeit in der Nähe der Fähre, um etwas zu essen oder zum Strand zu gehen, bevor wir mit der Fähre zurück nach Hervey Bay ins Hostel fuhren.
Dort freute sich erstmal jeder über eine Dusche und anschließend gingen wir mit der ganzen Gruppe in eine Bar was trinken und essen, um die gemeinsamen tollen Tage abzuschließen.

Am Freitag fuhren wir mit dem Bus nach Noosa Heads, wo wir für 3 Nächte blieben. Wir
schliefen mal wieder richtig aus, legten einen gemütlichen Strandtag ein und am Sonntag wanderten wir circa 8 Kilometer durch den Noosa Nationalpark. Unser Weg führte erst an der Küste entlang,
wo wir einen Wal und einige Delfine entdeckten und tolle Ausblicke hatten und ging dann durch den Wald zurück, wo wir erfolglos nach Koalas oder anderen exotischen Tieren Ausschau hielten.
Noosa ist bekannt fürs Surfen, so dass wir vom Nationalpark auch gut einige Surfer beobachten konnten :-)


Außerdem trafen wir in Noosa einige Leute wieder von unserer Fraser Island Gruppe und auch von der Segeltour zu den Whitsundays!
Am Montag machten wir uns vormittags mit dem Bus auf nach Brisbane, von wo aus hoffentlich sehr bald ein Bericht folgen wird :-)

Samstag, 26. September 2015

Die ersten Tage in Australien - Cairns/Great Barrier Reef, Airlie Beach & Whitsundays

Am 14. September kamen wir nach einem Flug über Nacht morgens in Cairns am Flughafen an und warteten dort auf die Ankunft unseres Freundes Max, der uns anfangs in Australien begleitet. Wir machten uns gemeinsam auf den Weg in unser Hostel und nachmittags erkundeten wir ein bisschen die Stadt. Das Wetter war nicht so gut, es regnete immer wieder und gegen Abend gingen wir in ein Reisebüro, um uns um die erste Busreservierung und die Planung der nächsten Tage zu kümmern. Tom und ich haben uns schon vorher in Deutschland ein Greyhound-Busticket für die ganze Strecke von Cairns bis Melbourne gekauft, mit dem wir innerhalb von drei Monaten beliebig oft ein- und aussteigen können und uns so Richtung Süden bewegen können. Wir buchten gleich eine Tour für die Whitsunday Islands und Fraser Island, da Max' Zeit sehr begrenzt ist und wir das alles in den zweieinhalb Wochen mit ihm schaffen wollten.

Der nächste Tag startete sehr früh für uns, da wir eine Tauchtour reserviert hatten. Wir gingen auf ein großes Schiff, die zertifizierten Taucher hatten extra einen Raum für sich, in dem wir alle wichtigen Sachen mit dem uns zugeteilten Divemaster durchgingen. Das Wetter war zum Glück besser, es war bewölkt, aber die Sonne kam immer wieder durch. Als wir am ersten Spot ankamen, hatten wir dann auch gleich 2 tolle Tauchgänge. Beim ersten konnten wir wieder Schildkröten, einen Hai, tolle Korallen und Fische sehen, beim zweiten tauchten wir durch Tunnel in den Korallen hindurch, was auch sehr spannend war. Danach gab es Mittagessen für alle Gäste und wir machten uns auf den Weg zum zweiten Tauch- und Schnorchelspot. Auch dort konnten wir die schöne Unterwasserwelt des Great Barrier Reef in vollen Zügen genießen, während wir aber gegen eine ziemlich starke Strömung ankämpfen mussten :-)


Zurück im Hostel kochten wir uns was und mussten dann schon bald anfangen zu packen, weil um 1 Uhr unser Nachtbus nach Airlie Beach startete. Der Greyhound-Bus hat uns positiv überrascht, wir hatten bequeme Sitze, in denen wir gut schlafen konnten (so gut das halt im Bus geht), gutes Internet und die 10 Stunden Fahrt kamen uns garnicht so lange vor.

In Airlie Beach angekommen wurden wir von einer ehemaligen Schulkameradin von mir am Busterminal abgeholt - vielen Dank hierfür nochmal!! - und zum Hostel gefahren. Wir entspannten den Mittag über an der Lagune und gingen abends in der Hostelbar essen.
Am nächsten Tag schliefen wir alle erstmal aus, weil wir die letzten Nächte immer zu wenig Schlaf hatten, und verbrachten dann wieder den ganzen Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein an der Lagune :-)


In Australien gibt es immer wieder öffentliche Grillstationen, die jeder beliebig nutzen kann, solange sie danach wieder geputzt werden. Abends grillten wir also am Strand während einem schönen Sonnenuntergang und danach trafen wir uns mit Laura, meiner ehemaligen Schulkameradin, und ihrem Freund, um etwas trinken zu gehen. Es war ein sehr schöner, lustiger Abend mit total interessanten Gesprächen, in denen wir etwas über ihren Alltag in Australien erfuhren!


Am Freitagmorgen machten wir uns auf zum Check-In unseres Segeltrips zu dem Whitsunday Islands. Um 1 Uhr mittags startete die Tour, wir lernten die anderen Teilnehmer kennen und bezogen unsere Betten auf unserem Segelschiff "Spank me".
Das Schiff war sehr einfach gehalten, es gab unter Deck einen Raum, in dem sich alle Betten sowie die Küche befanden, und zwei kleine Toiletten.


An unserem ersten Segeltag war es windig und kalt, wir wurden ständig nass und es war etwas ungemütlich. Nachmittags gingen wir noch schnorcheln, bevor wir alle zusammen zu Abend aßen und abends alle an Deck saßen, ein bisschen was tranken und den wunderschönsten Sternenhimmel bewundern konnten, den ich jemals gesehen habe - es gab so viele Sterne und man konnte die Milchstraße sehen, es war traumhaft!

Am nächsten Morgen gab es schon um kurz nach 6 Uhr Frühstück, bevor wir zum Whitehaven Beach segelten. Wir liefen erst zum Aussichtspunkt, von wo aus man die sich ständig verändernten Sandbänke bewundern konnte.

 
Danach gingen wir quer durch die Insel runter zum - unserer Meinung nach  - schönsten Strand der Welt. Der Whitehaven Beach zählt zu den weißesten Stränden weltweit, da er ein Quarzgehalt von fast 99 Prozent hat. Der Sand fühlte sich fast an wie Mehl und war wirklich blendend weiß. Wir liefen die Sandbänke entlang, entdeckten im Wasser ein paar Rochen und legten uns zum Abschluss unserer Zeit dort einfach in den weichen Sand in die Sonne und genossen den Moment. Dadurch, dass wir so früh dort waren, waren kaum andere Menschen dort, es war ganz ruhig und unberührt.


Gegen 11 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg und besuchten nach dem Mittagessen zwei weitere Schnorchelspots, wo wir tolle Korallen und bunte Fische bewundern konnten. Den Rest des Tages lagen wir einfach an Deck in der Sonne, die sich zum Glück von ihrer besten Seite zeigten, was das Segeln so viel angenehmer machte.


Auch abends saßen wir alle in kleinen Grüppchen zusammen und hatten interessante Gespräche, bevor wir nach einem wunderschönen Sonnenuntergang alle ziemlich früh schlafen gingen :-D


An unserem letzten Tag beim Segeln mussten wir wieder sehr früh aufstehen und um 7 morgens gingen wir schon wieder schnorcheln, was eine ziemliche Überwindung war, da die Sonne noch nicht schien und alle froren. Es war trotzdem noch einmal ein sehr schön :-)

Gegen halb 11 kamen wir wieder in Airlie Beach am Hafen an. Wir mussten unsere Rucksäcke abholen, denn auf dem Schiff hatte jeder nur ein kleines Gepäckstück mitnehmen können, und lagen dann mittags an der Lagune und gingen dort baden, um uns zumindest grob vom Salz der letzten Tage zu befreien, denn auf dem Segelschiff hatten wir 3 Tage keine Dusche gehabt! Nachmittags gingen wir noch mit einem Teil der Segelgruppe Pizza essen und mussten uns dann verabschieden - danke für die coolen Tage :-)
Für 7 Uhr abends hatten wir wieder einen Nachtbus reserviert, der uns nach Hervey Bay brachte. Dort sitzen wir nun nach 13 Stunden Fahrt im Hostel, warten dass wir ins Zimmer können und starten von hier morgen nach Fraser Island :-)